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In China daheim, in Deutschland zuhause

31.08.2017
In China daheim, in Deutschland zuhause

Immer mehr kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind auch auf ausländischen Märkten aktiv und könnten daher von einem internationalen Team profitieren. Trotzdem ist es als Nicht-EU-Bürger gar nicht so einfach, einen Job in Deutschland zu finden. Sarah Chen, Absolventin der IUBH, hat es geschafft und jetzt einen Job bei einem KMU in Rheinland-Pfalz.

Sarah Chen kam nach Deutschland, um hier zu studieren – und ist geblieben. Jetzt arbeitet sie bei Kumpan Electric, einem Hersteller von Elektro-Rollern in der Nähe von Bonn. Dort ist sie Projektmanagerin und Koordinatorin zwischen dem Tochterunternehmen in Shanghai und der Zentrale in Remagen.

Nach ihrem Master in International Management an der IUBH hätte sie auch in China einen guten Job finden können. Doch die Freunde lebten und arbeiteten längst über das ganze Land verstreut. „Das fühlte sich nicht mehr wie Zuhause an. Da dachte ich mir: In China daheim, in der Welt zuhause“, erzählt die 30-jährige Chinesin.

Über ein Viertel sucht nach einem Jahr noch einen Job

Wie Sarah möchten viele ausländische Master-Absolventen in Deutschland Berufserfahrung sammeln. Rund 80 Prozent sind es laut dem „Hochschul-Bildungs-Report 2020 – Jahresbericht 2015“ der Unternehmensberatung McKinsey und des Stifterverbandes. Doch das ist gar nicht so einfach: Gemäß der Studie ist ein Jahr nach dem Abschluss noch mehr als ein Viertel von ihnen auf Arbeitssuche.

Auch Sarah hat sich nicht so leichtgetan: „Ich habe anfangs nicht viel positives Feedback von den Unternehmen bekommen. Vor allem, da ich keine Arbeitserfahrung vorweisen konnte und weder EU-Bürgerin bin noch fließend Deutsch spreche.“

Der Career Service als Karriereunterstützung

Doch sie hat von den Angeboten ihrer Hochschule profitiert. „Es war wirklich toll, wie stark Frau Dusel vom Career Service mich unterstützt hat. Ohne das gute Netzwerk der IUBH wäre es viel schwieriger gewesen an Vorstellungsgespräche zu kommen“, erzählt sie. Die Leiterin des Career Services am Campus in Bad Honnef habe ihr Kontakte vermittelt, sie beraten und – das sei am allerwichtigsten gewesen – sie motiviert.

Der Kontakt zu Sarahs Arbeitgeber Kumpan besteht seit der Gründung 2010. „Als mittelständisches Unternehmen müssen auch wir uns mehr und mehr auf dem internationalen Markt positionieren. Daher sind Mitarbeiter mit interkulturellem Hintergrund und internationalem Studium ein großer Gewinn für uns“, erzählt Patrik Tykesson, Geschäftsführer bei Kumpan. „Dass wir mit der IUBH in Bad Honnef passende Anwärter fast vor der Haustür finden, ist ein Glücksfall.“

Auch für Sarah ist der Job bei Kumpan ein Glücksfall vor der Haustür: Liegt ihre Arbeitsstelle in Remagen doch nur knappe 10 Kilometer vom Campus in Bad Honnef entfernt. Alle drei Monate reist sie nach China, drei bis vier Geschäftsreisen pro Monat macht sie innerhalb Deutschlands. Sarah ist im deutschen Berufsleben angekommen.

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